Standorte und Maßnahmen

Polder Grosow

Wiedervernässung des Polders

Beschreibung des Renaturierungsprojekts "Polder Grosow"

Der Polder umfasst eine Grünlandniederung inmitten einer an den Polderrändern leicht ansteigenden Ackerlandschaft. Er hat die Form eines langen schmalen Dreiecks, im Süden der Bodden, von dem er mit einem flachen Deich abgetrennt ist, im Norden ein Waldstück. Auch am östlichen Rand der Niederung gibt es ein „Wäldchen“, das die Wüstung der ehemaligen Ortslage Grosow unter den Bäumen verbirgt.

Schaut man auf den Polder, sieht man eine Wiesenlandschaft. Doch unter der Wiese liegt Moorboden. Das Moor bzw. der Torf ist sehr unterschiedlich tief. Meist bis zu einem Meter, an einer Stelle wurden bis zu vier Meter, an einer anderen sogar über 10 Meter tiefe organische Schichten gefunden.
Seit vielen Jahrzehnten ist das Moor gepoldert, das bedeutet, durch einen Außendeich an der Wasserkante vom Bodden abgekoppelt. Das Moor ist von einem künstlichen Grabensystem durchzogen, das in Verbindung mit dem Schöpfwerk dazu diente, den Wasserstand hinter dem Deich, also im Polder, so weit abzusenken, dass die Flächen auch mit Landmaschinen befahrbar sind. Früher war dies einmal sinnvoll, weil alle Flächen zur Nahrungsmittelproduktion gebraucht wurden. Heute gibt es viel weniger Rinder auf Rügen und die Nachfrage von Landwirten nach Grasland ist gering. 

Außerdem hat sich durch die Moorentwässerung der Moorboden verändert. Er ist so schlecht geworden, dass der Grasaufwuchs auf solchen Poldern wie Grosow qualitativ minderwertig ist. Denn Entwässerung im Moor führt zur Zersetzung des Torfes – man nennt das Vermullung. Das bedingt einen fortwährenden Höhenverlust und immense Treibhausgasemissionen, da der Torf große Mengen an Kohlenstoff enthält. Der Polder Grosow hat durch die jahrzehntelange Entwässerung zudem an Höhe verloren, so dass nun ungefähr 40% der Fläche um den oder knapp unterhalb des mittleren Wasserstandes des Boddens liegen. Hätte man die Renaturierung früher abschließen können, dann wäre die Sackung des Bodens weniger gewesen, und mehr Fläche wäre für eine Bewirtschaftung übrig geblieben.

Bereits im Jahr 2013 hat die OSTSEESTIFTUNG den Erwerb von ca. 60 % der Grünlandflächen im Polder finanziert, um hier eine Renaturierung zu planen. Die Gemeinde Trent hat dem zugestimmt, weil es für die Menschen vor Ort viele Vorteile bietet. Unter anderem ist geplant, im Zuge der Renaturierung einen neuen Radweg am Rande der Niederung anzulegen. Auch der Wasser- und Bodenverband, der zuständig für den Deich und das Schöpfwerk ist, befürwortet eine Renaturierung. Wenn Deich und Schöpfwerk nicht mehr unterhalten werden müssen, verringern sich die Kosten.

Fakten zu Polder Grosow

Projektstart

März 2024, Vorarbeiten seit 2014

Flächengröße

47 ha

Status

Genehmigungsverfahren

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Bild von Max Mustermann

Max Mustermann

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Standortname Polder 1

Standortadresse 13,
12345 Standortstadt

Info zum Projektstand