Erfolgreicher Projektauftakt: KlimaWildnisBotschafter*innen der OSTSEESTIFTUNG stärken Klimaschutz durch Naturschutz in der Boddenregion

Anlässlich der Auftaktveranstaltung des Projekts „KlimaWildnisBotschafter*innen im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns“ lud die OSTSEESTIFTUNG am 25.März 2026 rund 60 Fachexpert*innen aus Naturschutz, Verwaltung, Land- und Forstwirtschaft sowie der Touristikbranche ins OZEANEUM in Stralsund ein. Ziel des Projektes ist Klimaschutz durch Naturschutz in der Boddenregion. Hierfür werden auch Netzwerke der Akteur*innen aus der Region aufgebaut und gestärkt. An geeigneten Stellen soll auch konkret der Zauber von naturnahen Flächen neu erlebbar werden. Das Projekt wird über die Förderung „KlimaWildnis“ im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Die Veranstaltung wurde durch Grußworte von Heiko Miraß, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg, sowie Eike Christiansen, Referatsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, eröffnet. Beide betonten die Bedeutung von Wildnis für den natürlichen Klimaschutz sowie für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung verdeutlichten renommierte Expert*innen, darunter Prof. em. Dr. Michael Succow sowie Stefan Schwill und Christiane Bohn von der KlimaWildnisZentrale, die wichtige Rolle von Wildnisgebieten für die Biodiversität, als Rückzugsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten sowie als natürliche Kohlenstoffspeicher.

In thematischen Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden anschließend konkrete Herausforderungen und Chancen für mehr Wildnis in der Region. Dabei wurde deutlich, dass eine frühzeitige Einbindung aller relevanten Akteur*innen sowie eine transparente Kommunikation auf Augenhöhe entscheidend für den Erfolg solcher Vorhaben sind.

„Insbesondere in einer durch Land- und Forstwirtschaft sowie den Tourismus geprägten Kulturlandschaft kommt es darauf an, Nutzung und ungesteuerte Entwicklung gemeinsam zu denken. Ziel ist es daher nicht, bestehende Nutzungen durch Wildnisflächen zu verdrängen, sondern integrativ mit dem Wissen der Menschen vor Ort geeignete Flächen und Lösungen zu entwickeln. Eine reduzierte Nutzungsintensität kann dabei einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur biologischen Vielfalt sowie zu einer vielfältigen, mosaikartigen Landschaft leisten“, fasste Georg Nikelski, geschäftsführender Vorstand der OSTSEESTIFTUNG, zusammen.

Ein zentrales Ziel der Auftaktveranstaltung war es, die Menschen zusammenzubringen, die sich für unsere Landschaft und deren weitere Entwicklung besonders interessieren. So kamen in Stralsund neben Eigentümer*innen von Flächen und den zuständigen Behörden auch Naturführer*innen aus der Touristikbranche zusammen. „Als KlimaWildnisBotschafter*innen schaffen wir eine lokale Anlaufstelle für Beratung, Information und Austausch. Damit eröffnen wir konkrete Chancen für Klimaschutz durch Naturschutz in der Region“, erklärt Projektleiter Robin Brandt.

Durch Gesprächs- und Beratungsangebote sollen Flächeneigentümer*innen, Kommunen und weitere Interessierte über Potenziale von Wildnisflächen informiert und bei der Umsetzung von Wildnisprojekten begleitet werden. „Die Auftaktveranstaltung hat gezeigt, wie groß das Interesse am Thema Wildnis in der Küstenregion ist. Wenn wir Menschen für natürliche Prozesse begeistern, profitieren langfristig Klima, Natur und Gesellschaft gleichermaßen“, so Brandt.

Ansprechpartner*innen:
Robin Brandt, Projektleitung, Tel.: 0151 4353 4226, brandt@ostseestiftung.de
Claudia Reese, Projektmitarbeiterin, Tel.: 0151 1016 3576, reese@ostseestiftung.de

Zum Projekt KlimaWildnisBotschafter*innen

Standortname Polder 1

Standortadresse 13,
12345 Standortstadt

Info zum Projektstand